Bericht vom 1. Treffen "Coworking in Bremen"

In kleinem aber feinem Kreis haben wir uns am Montag getroffen, um über gemeinsame Ziele, Ideen, die Räume und über Preise zu reden. Nach einer kleinen Einleitung zum Thema hat sich jeder kurz vorgestellt und erläutert, warum das Thema Coworking wichtig ist und welche Vorteile und Nutzen sich für den Einzelnen aber auch für die ganze Gruppe ergeben können.

Sven arbeitet als Berater im Veranstaltungsbereich und ist deutschlandweit sehr viel unterwegs. Gelegentlich braucht er ein Büro in Bremen und auch die Möglichkeit, sich mit Kunden im Konferenzraum zur Projektarbeit zu treffen. Er betont, dass er in seinem Home-Office längst nicht die Konzentration aufbringen kann, wie an einem externen Arbeitsplatz.

Jan muss als Lehrer immer mal wieder viele Klausuren bearbeiten und kann sich die Verlagerung aus seinem häuslichen Büro sehr gut vorstellen. Er möchte aber nicht nur tageweise ausziehen, sondern "richtig" und braucht dafür ein festes Setting, Schränke, abschließbare Rollcontainer usw. Jan würde lieber für einen längeren Zeitraum und/oder monatlich Arbeitsplatz buchen.

Eckhard ist als Software- und Webentwickler gewohnt, im Team zu arbeiten und verspricht sich viele Synergiemöglichkeiten im Coworking Space, wenn unterschiedlichste Menschen mit unterschiedlichsten Berufen in einem schönen Umfeld zusammen arbeiten. Zum Arbeiten braucht Eckhard nur einen Tisch, Strom und Internet. Er würde "dann und wann" mal reinschauen oder aber auch für einen festen Zeitraum und für mehrere Projektbeteiligte Arbeitsplätze buchen.

Roland kommt ebenfalls aus dem Bereich der Veranstaltungstechnik und hat "eigentlich" sein perfektes Home-Office eingerichtet. Auch er bemerkt die starke Ablenkung zu Hause und glaubt, dass durch die bloße Anwesenheit verschiedener kreativer Kräfte im Coworking Space einige spannende, vielleicht sogar gemeinsame oder übergreifende Projekte entstehen können.

Oliver arbeitet bereits in einer Bürogemeinschaft und nahm nicht zuletzt aus beruflichen Interesse am Projekt-Treffen teil. Er ist in der ZwischenZeitZentrale und kümmert sich um Konzepte für temporäre Zwischennutzung leerstehender Gebäude.

Ich selbst habe kurz erzählt, warum mir das Thema Coworking immer mehr ins Herzblut übergeht und warum ich glaube, dass unser Konzept absolut schlüssig, überzeugend und vor allem funktionierend ist. Interessanterweise hat niemand den Faktor Kosteneinsparung als oberste Priorität genannt. Es geht nicht primär um Tischvermietung. Die wechselnden Teilnehmer und die sich daraus immer wieder neu ergebende Mischung aus Kreativität, Arbeit, Geld und Ideen sind der springende Punkt. Es geht um die Community, die gemeinsam den Coworking Space bevölkert.

Geld war trotz alle dem ein wichtiges Thema.

Wie viel darf ein Arbeitsplatz pro Monat kosten?
Wir haben eine "gefühlte" Grenze bei € 200,- / Monat festgestellt. Mehr klingt zu teuer (dann kann man auch ins Business Center gehen), weniger wäre unseriös.

Darf der Coworking Space kommerziell erfolgreich sein oder ist ein Non-Profit-Betrieb erstrebenswerter?
Die richtige Mischung scheint das Geheimnis zu sein. Ein "Nullsummenspiel" wird für gefährlich und knapp gehalten. Lieber etwas Gewinn machen und in die Infrastruktur reinvestieren. Oder den gemeinsamen Kühlschrank auffüllen.


Wie geht's weiter?

Morgen ist unser Treffen mit der Wirtschaftsförderung Bremen.
Am Samstag fahre ich zum Treffen der deutschen Coworking Space Betreiber in Köln.
Die Woche darauf werden wir unsere Kalkulation verfeinern.
Des weiteren werden wir uns weitere Immobilien anschauen und auf Coworking Space Tauglichkeit prüfen.
Übernächste Woche treffen wir uns mit den Ideenlotsen.
Und dann folgt bald das zweite öffentliche Treffen aller Interessierten. Ich bin sicher, wir werden viele neue tolle News und Entscheidungen präsentieren können Happy



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